Demokratie und hohe soziale Standards

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zu Gast in Pfeddersheim

Ein Neujahrsempfang mit lauter Rheinland-Pfälzern, für die das Glas immer halb voll ist – und der Rest aufgefüllt wird. Mit dieser Haltung begegnen sowohl Andrea Nahles als auch Marcus Held und Jens Thill dem Jahr 2017.

Die Bundesarbeitsministerin  wünscht sich vor allem ein friedvolles Jahr, und dass wir dem Terror und Anschlägen gegenüber nicht mit Angst begegnen. Wir sollten für unsere Art zu leben einstehen und damit gegen Angriffe ankämpfen. Dass neben der Demokratie die soziale Gerechtigkeit dabei die zentrale Rolle einnimmt, daran ließ Nahles keinen Zweifel.

„Wir haben viel versprochen, aber auch viel gehalten“, resümierte sie. Der Mindestlohn oder die Rente mit 63 bei entsprechender Versicherungszeit seien wichtige Ergebnisse der Regierungsarbeit, aber damit sei sie noch nicht am Ende ihrer Aufgaben. Besonders für Frauen und junge Menschen, die in Teilzeit oder befristeten Verträgen festsitzen, wolle sie in den nächsten Jahren noch mehr erreichen. Wie Demografie und Digitalisierung die Arbeitswelt verändern, will Nahles maßgeblich mitgestalten. „Dem Wandel sollten wir nicht mit Angst, sondern mit Zuversicht begegnen“, so Nahles. Die Arbeitnehmer begleiten, sie qualifizieren sei die Devise.

Dass im Wahljahr jede Stimme zählt, unterstrich sie mit dem Beispiel der jungen Briten: Nur 30 Prozent hätten ein Ja oder Nein zum Brexit abgegeben, aber viele waren hinterher bei Demos auf der Straße. „Und am besten macht ihr das Kreuz da, wo es seit 154 Jahren gut gesetzt ist“.

Dem kann sich Marcus Held nur anschließen, der „Stärke und Selbstbewusstsein einer starken Truppe“ mit ins Wahljahr nimmt. Er betonte, dass wenn man die Menschen ernst nimmt und an der Basis arbeitet, man keine Alternative im Land nötig hätte.

Ortsvereinsvorsitzender Jens Thill begrüßte die Gäste vor einem spannenden Jahr und blickte im dicht gefüllten Gemeindehaus kurz auf die Pfeddersheimer Themen. Das Akustik-Duo „Blossom“ sorgte für entspannte Atmosphäre und für den traditionellen Neujahrsempfang durfte natürlich auch die Weinpräsentation nicht fehlen: Das Weingut Götz hatte einen Riesling „Alte Rebe“ ausgesucht, der auf einem 51 Jahre alten Weinberg im Fohndel gereift ist. Das rote Pendant war die relativ junge Rebsorte Acolon, trocken ausgebaut und 15 Monate im Holzfass gelagert.

Und mit diesen Präsenten aus Pfeddersheim können Nahles und Held die beschriebene gute Stimmung in der Landesgruppe der Bundestagsfraktion sicher weiter halten …